Wechselwirkungen zwischen der Atmosphäre und der Biosphäre sind bisher unzureichend verstanden, insbesondere im Zusammenhang mit der raschen Veränderung des Klimas. Dürren durch häufigere Klimaextreme erhöhen das Risiko von heftigen Waldbränden. Solche Brände und die dabei entstehenden Rauchpartikel und Verbrennungsgase haben Auswirkungen auf die Luftqualität, die Strahlungsbilanz der Erde und Vegetationsmuster in den betroffenen Regionen.
Um die Prozesse im stark vernetzten System Atmosphäre-Klima-Vegetation erforschen zu können, ist eine Kombination von Fachwissen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen erforderlich. Der Leibniz-WissenschaftsCampus bündelt daher die Expertise zu Atmosphären- und Biodiversitätsforschung, zu Aerosolen, Wolken und atmosphärischen Prozessen, zu Biomasse-Verbrennungsanalyse sowie zu Wasser- und Energiekreisläufen, um die Steuerungsfaktoren und die Auswirkungen der Freisetzung von Aerosolpartikeln aus Vegetationbränden zu klären.
Medienecho PyroCbs
07.08.2026 ·Über den schweren Waldbränden im Südwesten Frankreichs entwickelte sich im Juli 2026 mutmaßlich erstmals ein Pyrocumulonimbus (PyroCb) in Frankreich. Forschende des LSC BioSmoke ordneten das außergewöhnliche Ereignis wissenschaftlich ein und waren gefragte Ansprechpartner für zahlreiche Medien. Das große Interesse verdeutlicht die wachsende Bedeutung der Forschung zu Waldbrandrauch und seinen Auswirkungen auf Atmosphäre und Klima.